Weingut - Bayerische Landesanstalt

80 539 München
Ludwigstrasse 2
Telefon (089) 2 18 20

Webseite: Bayerische Landesanstalt

Lage

Verwaltung, Verkauf und Versand befinden sich im sogenannten Rosenbachpalais, der ehemaligen fürstbischöflichen und später königlichen Residenz, ebenso die Hauptkellerei.
Die sogenannte Lehrkellerei wird in Veitshöchheim und die sogenannte Schloßkellerei im Aschaffenburger Schloß betrieben.
Die Weinberge verteilen sich von Schweinfurt-Bamberg bis Aschaffenburg auf 13 Orte.

Anfahrt

Vom Hauptbahnhof über Kaiserstraße, Theaterstraße zum Residenzplatz. Hier parken. Schaut man auf die Residenz, liegt links das Rosenbachpalais.

Sehenswürdigkeiten

  • Der Hofkeller unter der Residenz, erbaut 1719, gehört architektonisch zu den schönsten Weinkellern der Welt.
  • An den Wänden Holzfässer, von denen das älteste die Jahreszahl 1684 aufweist;
  • Drei Beamtenweinfässer von 1784 (50 000 und zweimal 25 000 Liter) sowie die barocke Holzspindelkelter von 1748 sind äußerst beeindruckend.
  • Von den Lagen "Würzburger Leisten" und "Würzburger Schloßberg" an der Süd- und Ostflanke der Marienburg und von der Lage "Würzburger Stein" aus genießt man die überwältigend schöne Aussicht auf Würzburg.

Geschichte

Die Fürstbischöfe und Herzöge von Franken mit Residenz in Würzburg erwarben im Laufe der Jahrhunderte einen großen Weinbergsbesitz, der seit 1814 zu Bayern gehört.
1952 wurden Verwaltung und Vermarktung des Staatsweingutes Würzburg, der Lehr- und Versuchsanstalt Veitshöchheim und der Rebenzüchtung Würzburg zur Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau unter dem ehemaligen Direktor Dr. habil. Hans Breider. Sein Nachfolger ist Dr. Georg Scheuerpflug.

Weinberge

Die Gesamtrebfläche von 186 ha, davon zur Zeit 111 ha im Ertrag, ist auf verschiedene Orte verteilt und liegt zu 60% in Steil-, und zu 40% in Hanglagen.
Die Bodenarten sind Muschelkalk, Keuper, Buntsandstein und Urgestein.

Lagennamen

  1. Hörsteiner Abtsberg 12,5 ha;
  2. Großheubacher Bischofsberg 3,2 ha;
  3. Dorfprozeltener Predigtstuhl 12,1 ha;
  4. Kreuzwertheimer Kaffelstein 5,8 ha;
  5. Erlenbacher Krähenschnabel 5 ha;
  6. Hammelburger Trautlestal 12,5 ha;
  7. Himmelstadter Kelter 6 ha;
  8. Thüngersheimer Scharlachberg 22,5 ha;
  9. Veitshöchheimer Wölflein 4,5 ha;
  10. Würzburger Stein 31 ha;
  11. Würzburger Innere Leiste 6,4 ha;
  12. Würzburger Schloßberg 3,1 ha;
  13. Würzburger Abtsleite 1,7 ha;
  14. Würzburger Pfaffenberg 7,5 ha;
  15. Randersackerer Teufelskeller 3,3 ha;
  16. Randersackerer Pfülben 2,2 ha;
  17. Randersackerer Marsberg 7 ha;
  18. Randersackerer Sonnenstuhl 1 ha;
  19. Ippesheimer Herrschaftsberg 10,5 ha;
  20. Abtswinder Altenberg 6 ha;
  21. Handthaler Stollberg 6 ha.

Großlagennamen sind Hörsteiner Reuschberg, Hammelburger Burg, Thüngersheimer Ravensburg, Würzburger Himmelspforte, Randersackerer Ewig Leben, Frankenberger Schloßstück, Abtswinder Schild.

Rebsorten

  • 18% Silvaner
  • 16% Müller-Thurgau
  • 13% Rieslaner
  • 13% Riesling
  • 12% Perle
  • 7% Ortega
  • 3% Mariensteiner
  • 3% Spätburgunder
  • 15% Scheurebe, Ruländer, Traminer, Neuzüchtungen.

Die Weine

Die Weine werden sortentypisch und arteigen im Holzfaß ausgebaut.
Besonders interessant ist das auserlesene Angebot an fruchtigen fränkischen Rieslingweinen sowie die große Sortenvielfalt.
Die Weine aus Neuzüchtungen der Landesanstalt bereichern das Angebot in besonderer Weise.

Wein-Spezialitäten

  • Eine Vielzahl an hochprämierten Weinen.
  • Der Anteil an Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen ist sehr hoch.

Etikett

Zwei verschiedene Etiketten sind gegeben: Ein ovaies Etikett mit dem bayerischen Staatswappen und dem Eindruck der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (für Rotweine, die ebenfalls in Bocksbeutel gefüllt werden, ist das Etikett rot, für Weißweine beige) und ein rechteckiges Etikett mit dem bayerischen Staatswappen, das für Literflaschen bestimmt ist.

Vermarktung

Weißweine, Rotweine sowie Weißherbste werden überwiegend im Bocksbeutel vermarktet.
Handel und Wiederverkäufern wird Mengenrabatt gewährt. Die Endverbraucherliste führt eine besonders große Auswahl.
Ausschank eigener Weine in den Hofkellerei-Weinstuben des Gesandtenbaues in Würzburg, in der neuen Weinstube im Schloß Aschaffenburg, in der Ratsstube in Veitshöchheim sowie in der Gutsschänke am Stollberg bei Handthal (Steigerwald).

Besichtigungen, Weinproben

Die Hofkellerei Würzburg und die Schloßkellerei Aschaffenburg können nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Die Weinproben, die auch für große Gruppen (bis 250 Personen) durchgeführt werden, sind sehr beeindruckend.
Preis je nach Umfang und Qualität der Probe DM 20,- bis 30,- pro Person.

Aus meinem Notizbuch

Eine reich illustrierte Broschüre, die auf Anforderung zugeschickt oder an Besucher ausgegeben wird, gibt detaillierte Auskunft über die Bayerische Landesanstalt, ihre Kellereien und die Außenbetriebe.
Diese historische Pflegestätte fränkischen Weinbaus und fränkischer Weinkultur sollte jeder Weinliebhaber einmal gesehen haben.