Villa Sachsen

55 595 Wallhausen
Schloßstraße 3
Telefon (0 67 06) 94 44 0

Webseite: Betrieb 2011 eingestellt; übernommen vom Weingut Prinz Salm (Wallhausen)

Lage

Wirtschaftshof und Kellerei zu Füßen der Rochuskapelle an dem landschaftlich reizvoll dem Rhein zugewandten Hang. Die Weinberge liegen rund um den Rochusberg.

Anfahrt

Von der Ortsausfahrt Bingen in Richtung Mainz bis zur Sankt-Ursula-Weinkellerei fahren. Ein großes schmiedeeisernes Tor trägt die Aufschrift „Villa Sachsen”.

Sehenswürdigkeiten

  • Die gepflegte Parkanlage mit dem einem Waldschlößchen ähnlichen Verwaltungsgebäude mit großartigem Blick auf das Binger Loch, den Rüdesheimer Berg und den Rheingau;
  • der alte Gewölbekeller mit Faßreihen.

Geschichte

Das Gutshaus, 1843 von einem Heilbronner Edelmann erbaut, wechselte einige Male den Besitzer. Es ist Schauplatz des 1869 erschienenen damaligen Bestsellers „Das Landhaus am Rhein”; 1879 wurde es vom Prinzen Friedrich Wilhelm von Hessen als Landsitz erworben. Um die Jahrhundertwende übernahm es ein Leipziger Fabrikant, Dr. Berger, und baute es zu einem weinbaulich und kellertechnischen Musterbetrieb aus, auf dem sogar eigene Weinversteigerungen abgehalten wurden.
Er war es auch, der dem Gut den Namen „Villa Sachsen” gab. 1963 erwarb es die St. Ursula Weingut und Weinkellerei GmbH.

Weinberge

Die rund 30 ha große Rebfläche liegt zum Großteil in Steillagen auf Taunus-Quarzit-Verwitterungsböden (aus dem der Bergstock des äußerst pittoresken Rochusberges gebildet ist) sowie in tiefgründigen, nährstoffreichen Lößböden.

Lagennamen

  1. Binger Scharlachberg 10 ha;
  2. Binger Kirchberg 8 ha;
  3. Binger Schloßberg-Schwätzerchen 5 ha;
  4. Binger Osterberg;
  5. Binger Kapellenberg;
  6. Binger Rosengarten.

Rebsorten

  • 55% Riesling
  • 20% Silvaner
  • 15% Müller-Thurgau
  • 10% andere.

Die Weine

Der individuelle Faßausbau der Gutsweine zeigt sich in der herzhaften, fast kernigen Art des Rieslings. Der Silvaner verkostet sich ansprechend süffig, der Müller-Thurgau fruchtig und mild mit einer feinen Säure.

Wein-Spezialitäten

  • Hoher Anteil an prämierten Prädikatsweinen. Diabetikerweine.

Etikett

Es zeigt den Gutshof mit Rochuskapelle und Rochusberg. Bis einschließlich Prädikat Kabinett ist die Grundfarbe des Etiketts elfenbeinfarben, ab Prädikat Spätlese aufwärts weiß mit Goldrand.

Vermarktung

Hauptsächlich an den Getränkefachhandel und an die Gastronomie. Der Export, vor allem nach Übersee, hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Besichtigungen, Weinproben

Kellerbesichtigungen und Weinproben sind nur nach Anmeldung möglich.

Aus meinem Notizbuch

Für Wanderfreudige besonders reizvoll ist ein Spaziergang zur nahen Rochuskapelle und zur „Goethe-Ruhe”, die an Goethes amüsante Schilderung des Rochusfestes erinnert.
Gutausgebildetes Fachpersonal steht für die Probenleitung zur Verfügung, soweit es die starke Beanspruchung durch die an das Gut angeschlossene Sankt-Ursula-Kellerei („Goldener Oktober”) gestattet.